Im März 1974 ist der See bereits zu einem Drittel gefüllt, geschieht das nächste Unglück: Aus einem Dränagerohr fließen pro Sekunde zehn Liter Wasser ab. Um die Ursache zu finden, wird zunächst der See um einen Meter abgelassen – doch vergeblich, niemand kann sich erklären, wie es zum Wasseraustritt kommt. Daher am 22. März 1974 die bittere, jedoch notwendige Entscheidung: Das Wasser im See, zu diesem Zeitpunkt 2,6 Millionen Kubikmeter, muss abgelassen werden. Erst, als das Wasser weg ist, offenbart sich die Ursache: Teile der Dammteerdecke sind abgerissen, unter der Decke sind Hohlräume entstanden. Ein Gutachter soll den Grund dafür ermitteln. Das Gutachten liegt im August 1974 vor: Wasser unter der Dichtung dringt in die Drainage ein, der Druck reißt die Teerdecke am Ablasswerk ab. Als das Gutachten vorgelegt wird – eine Ursache kann nicht ermittelt werden –, ist Gerhard Breit allerdings nicht mehr Landrat des Landkreises St. Wendel, der trotz kurzer Amtszeit für seine Bürgernähe, Fairness und ebenso seinen Einsatz für die heimische Wirtschaft von vielen Stellen gelobt wird. Und der zum Ende seiner Amtszeit betont, er habe es als böses Omen angesehen, der 13. Landrat des Kreises zu sein – ein Omen, das sich nicht bestätigt.