Die „Stabsstelle 6 – Integrierte Sozialplanung“ wurde zum 1. Januar 2020 in der Kreisverwaltung geschaffen. Fachbereich 1 umfasst die sogenannte „integrierte“ Sozialplanung und ist ein neuer Aufgabenbereich; Fachbereich 2 umfasst das Seniorenbüro, das aufgrund der langjährig entwickelten Altenhilfeplanung der Stabsstelle 6 fachlich zugeordnet wurde.
Fachbereich 1: Integrierte Sozialplanung
Mit dem Aufgabenbereich “Integrierte Sozialplanung“ betritt die Kreisverwaltung Neuland. „Integriert“ bedeutet zunächst, dass bestimmte soziale Themen, Sozialbereiche oder soziale Problemfelder über verschiedene Ressorts inner- und außerhalb der Verwaltung hinweg betrachtet, bewertet und zusammen mit den entsprechenden Fachämtern und anderen Beteiligten ergänzt oder modifiziert werden.
Sozialplanung organisiert Planungsprozesse, und sorgt für Mitwirkung und Beteiligung der Betroffenen in sozialpolitischen und konzeptionellen Entscheidungsprozessen. Dadurch ist Sozialplanung auch in der Lage, Prozesse der Organisationsentwicklung und des Qualitätsmanagements fachlich zu initiieren und zu begleiten.
Ein kreisweites strategisches Vorgehen zur nachhaltigen Umsetzung einer „integrierten“ Sozialplanung bietet zahlreiche Vorteile – sowohl für den Landkreis als auch für die kreisangehörigen Kommunen.
Als Steuerungsinstrument ermöglicht die Integrierte Sozialplanung die tiefenscharfe Analyse der sozialen Lebenslage der Bevölkerung oder Teilgruppen, auf deren Grundlage die lokalen Bedarfe festgestellt und soziale Dienstleistungen passgenau, effizient und effektiv geplant und letztendlich umgesetzt werden können.
Wichtig hierbei sind nicht nur Experten, sondern alle „Akteure/innen“ mit Ihrer jeweiligen Perspektive auf den örtlichen Sozialplanungsprozess im kleinräumigen Sozialraum (z.B. in einer Gemeinde, in einem Ortsteil, einer Wohnsiedlung oder auch einzelnen Wohnquartieren…).
Daraus entsteht ein Gesamtbild einzelner Aspekte in einem Sozialraum und den damit verbundenen Herausforderungen und sich ergebenden Lösungsansätzen, die dann bei verschiedenen Problemen, unterschiedlichen Zielgruppen ansetzen können.
Statistiken und Datenanalysen, Gespräche und die Mitwirkung aller Beteiligten sowie eine regelmäßige Sozialberichterstattung und das permanente Beobachten sozialer Entwicklungen, das sogenannte „Sozialmonitoring“, gehören damit zu Basiselementen einer effektiven Sozialplanung auf Landkreisebene.
Fachbereich 2: Seniorenbüro
Zahlreiche Angebote für Menschen ab „60 plus“ hält das Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel vor – von speziellen Seniorenkursen und Gruppentreffs im Rahmen der sogenannten „Seniorenakademie“ über Tagesfahrten und ehrenamtliche Tätigkeitsfelder bis hin zur Sicherheitsberatung in der eigenen Wohnung. Damit soll Älteren die Teilhabe am Sozialen Miteinander sowie ein sinnerfülltes, lebenswertes Alter(n) ermöglicht werden.
Kontakt:
Landkreis Sankt Wendel
Integrierte Sozialplanung
Mommstraße 25a
66606 St. Wendel
T 06851 801-5201
F 06851 801-5290
seniorenbuero@lkwnd.de