Die Volkszählung von 1927 ergibt, dass im Kreis St. Wendel 33.000 Menschen leben. 18,7 Prozent sind in Landwirtschaft und Forst tätig, in Handwerk und Industrie 47,4 Prozent. 17,9 Prozent finden Arbeit in Handel und Verkehr, 5,4 Prozent in den Verwaltungen, 0,6 Prozent im Gesundheitswesen. So genannte „Häusliche Dienste“ machen 1,9 Prozent aus, bei 8 Prozent gibt es keine nähere Berufsangabe.
Im Jahr der Volkszählung, und zwar am 16. Januar, wird der Kreistag neu gewählt. Nachdem bereits im Juli 1926 abgestimmt wird. Doch wegen Unregelmäßigkeiten in Oberlinxweiler muss die Kreistagswahl wiederholt werden. Das Ergebnis der Wahl vom Januar 1927, erstmalig eine gebundene Listenwahl: 14 Köpfe zählt nun die Zentrumsfraktion, die Arbeiterpartei 4, die Sozialdemokraten 2, 2 auch die Bürgerliche Vereinigung. Die 1924 gegründete Deutsche Saarländische Volkspartei erringt einen Sitz. Die Wahlbeteiligung liegt bei 49 Prozent. Am 17. November 1929 wird der Kreistag erneut gewählt. Die Zentrumspartei erhält 16 Mandate, die Sozialdemokraten 4, die Bürgerliche Vereinigung 2 und die Kommunistische Partei 1.
Zu diesem Zeitpunkt ist Friedrich nicht mehr Landrat des Kreises St. Wendel, sondern bereits im Ruhestand. Die letzte Kreistagssitzung leitet er am 27. März 1929. Friedrich zieht nach Wiesbaden-Nerotal, kehrt allerdings nach St. Wendel zurück, wo er am 13. August 1952 stirbt. Nach dem langjährigen Bürgermeister der Stadt und Landrat des Kreises St. Wendel ist in der Kreisstadt eine Straße benannt.