Die Kreisverwaltung sowie die Privatwohnung von Landrat Engelmann sind im Amtshaus am St. Wendeler Schlossplatz untergebracht. Die Verwaltung besteht aus einem Kreissekretär, zudem aus einem oder zwei Schreibern, die vom Landrat privat besoldet werden.
1836 tritt erstmals der Kreistag zusammen, der sich zusammensetzt aus je einem Vertreter der Stadtbürgermeistereien St. Wendel und Baumholder sowie aus Vertretern der sieben Landbürgermeistereien. 1839 wird die Anzahl der Kreistagsmitglieder auf 14 erhöht, also um fünf Mitglieder, die ihrerseits über das meiste ländliche Grundeigentum verfügen.
Engelmann zeigt offene Sympathien für die liberale und nationale Bewegung des so genannten Vormärz, der die nationale Einheit, Grund- und Bürgerrechte, Beschränkung der Macht der Monarchen und gewählte Parlamente fordert. Aufgrund seiner fortschrittlichen Gesinnung wird er 1848 als Landrat ab- und wieder als Regierungsrat nach Düsseldorf versetzt, 1850 nach Stralsund. Ab 1852 ist er Regierungsrat in Minden, wo er am 10. Juli 1862 stirbt.