Seelische Krisen und psychische Erkrankungen können jeden treffen. Sie führen oftmals zu Ängsten, Überforderung und Hilflosigkeit und großen Beeinträchtigungen im Alltag, sowohl bei den Betroffenen selbst, als auch den Angehörigen und dem sozialen Umfeld.
Der Sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes hilft Ihnen bei der Stabilisierung der Lebenssituation, indem wir Ihnen Hilfemöglichkeiten aufzeigen und mit Ihnen Perspektiven entwickeln, aus der Krise herauszufinden oder trotz Erkrankung das Leben bestmöglich selbständig und eigenverantwortlich gestalten zu können.
Der Sozialpsychiatrische Dienst richtet sich in erster Linie an Erwachsene (ab 18 Jahren) aus dem Landkreis Sankt Wendel, die
- aus einer Lebenskrise keinen Ausweg finden.
- psychisch belastet sind oder unter psychischen Erkrankungen leiden.
- eine Suchterkrankung oder Suchtprobleme haben.
Auch Familienangehörige, Freunde oder sonstige Bezugspersonen können sich an uns wenden.
Wir bieten
- telefonische oder persönliche Beratungsgespräche (auch Hausbesuche)
- Erfassung des Hilfebedarfes und Koordinierung weiterführender Angebote
- Vermittlung individueller Hilfen (Selbsthilfe, Beratung, Betreuung, Nachsorge)
- Unterstützung bei der Beantragung von Hilfen (z.B. in stationäre Therapie, Erstellung des Sozialberichtes usw.)
- Krisenintervention
Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und erfolgt auf freiwilliger Basis. Wir unterliegen der Schweigepflicht.
Psychiatriekommission
Im November 2023 wurde die Regionale Psychiatriekommission nach dem Saarländischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz (PsychKHG) unter der Federführung des Gesundheitsamtes gegründet. Zu den Aufgaben der Kommission gehört die Kooperation aller wesentlichen Träger und Leistungserbringer sowie der Selbsthilfe im Landkreis St. Wendel. So soll die psychiatrische, psychotherapeutische, psychosomatische oder soziale Versorgung sichergestellt, aber auch eigene Maßnahmen unterstützt und ergänzt werden.
Vor allem Menschen mit schweren akuten und langdauernden psychischen Erkrankungen und einem komplexen Hilfebedarf, den sie nicht selbst koordinieren können, sind die Zielgruppe dieser Zusammenarbeit.
Ziele der Zusammenarbeit sind u.a. psychische Störungen und Erkrankungen möglichst vorzubeugen, Zwangsunterbringungen zu vermeiden, sowie die Selbsthilfe und die Teilhabe am öffentlichen Leben zu fördern. Insgesamt 14 Institutionen, Verbände und Gruppen haben im November 2024 offiziell eine entsprechende Kooperationsvereinbarung getroffen.