Bildung und Teilhabe

Für Kinder, deren Familien Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, gibt es Leistungen zur Bildung und Teilhabe. Diese umfassen verschiedene Bedarfsarten:

Eintägige Schul- und Kita-Ausflüge und mehrtägige Klassenfahrten

Es werden die Aufwendungen (ohne Taschengeld) für Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten übernommen. Vorausgesetzt wird, dass es sich um von der Schule organisierte Klassenfahrten handelt, die im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen anerkannt sind. Dies ist durch eine Bescheinigung der Schule zu belegen. Vergleichbares gilt für Ausflüge von Kindertageseinrichtungen. Die Leistungen werden auf vorherigen Antrag erbracht und direkt mit der Schule oder Einrichtung abgerechnet.

Anträge:

Schulbedarf

Für die Ausstattung mit persönlichem Schulbedarf (z. B. Ranzen, Sportzeug, Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterial) erhalten Schüler/innen eine pauschalierte Leistung von 70 € zum 1. August und 30 € zum 1. Februar jeden Jahres.

Ein Antrag dafür ist – außer bei Bezieher/innen von Wohngeld oder Kinderzuschlag – grundsätzlich nicht erforderlich. In Zweifelsfällen (z. B. im Jahr der Einschulung oder bei Schüler/innen, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen) bitten wir Sie um Vorlage einer Schulbescheinigung.

Neben diesem pauschalierten Schulbedarf haben Sie auch die Möglichkeit, dass im Rahmen der Schulbuchausleihe anfallende Leihentgelt erstattet zu bekommen. Hierzu wenden Sie sich bitte an das Amt für Schulen und Ausbildungsförderung des Landkreises. Auch die Schulen halten entsprechende Anträge vor.

Schülerbeförderung

Für Schüler/innen, die für den Besuch der nächstgelegenen Schule des gewählten Bildungsgangs auf Schülerbeförderung angewiesen sind, werden die erforderlichen Aufwendungen der günstigsten Beförderungskosten berücksichtigt. Dabei ist eine zumutbare Eigenleistung i.H.v. monatlich 5,00 € in Abzug zu bringen. Die Leistungen werden auf vorherigen Antrag erbracht.

Diese Leistung ist jedoch nachrangig vor anderen Ansprüchen. Im Saarland stellen beispielsweise die Kommunen die Schülerbeförderung an Grundschulen und bestimmten Förderschulen sicher.

In anderen Schulformen kann möglicherweise ein Anspruch nach dem Saarländischen Schülerförderungsgesetz bestehen (insbesondere für Kinder in Heim- oder Familienpflege, Halbwaisen und Waisen sowie Integrationsschüler/innen in Regelschulen). Hierzu wenden Sie sich bitte an das Amt für Schulen und Ausbildungsförderung des Landkreises. Auch die Schulen halten entsprechende Anträge nach dem Schülerförderungsgesetz vor.

Wir bitten Sie, die bestehenden Ermäßigungen (z. B. das Landkreis-Schüler-Ticket als Jahresabo) zu nutzen.

Antrag auf Gewährung einer Leistung für Schülerbeförderung finden Sie hier.

Lernförderung

Für Schüler/innen wird eine die schulischen Angebote ergänzende angemessene Lernförderung berücksichtigt, soweit diese geeignet und erforderlich ist, um das Klassenziel (in der Regel die Versetzung in die nächste Klassenstufe) zu erreichen. Dabei darf die Ursache nicht selbstverschuldet sein, z. B. durch unentschuldigtes Fehlen. Die Leistung wird nur auf Antrag erbracht und direkt mit dem Anbieter abgerechnet.

Vorrangig ist jedoch auf schulische Unterstützungsangebote (z. B. Förderunterricht) zurückzugreifen. In Einzelfällen kann auch eine Hilfestellung im Rahmen der freiwilligen Ganztagsschule geeignet sein, um die Lerndefizite zu beheben. Daneben bieten die Sozialraumteams der Jugendhilfe in den Gemeinden des Kreises eine Hausaufgabenbetreuung an; bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an den für Ihre Schule zuständigen Schoolworker oder das Sozialraumteam.

Die Broschüre "Lernförderung im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes finden Sie hier.

Den Antrag auf Gewährung einer Leistung für Lernförderung finden Sie hier.

Mittagsverpflegung

Für Schüler/innen, für die Mittagsverpflegung in schulischer Verantwortung angeboten wird, werden die entstehenden Mehraufwendungen, d. h. die Kosten abzüglich eines Eigenanteils von 1 € je Essen, übernommen und direkt mit dem Leistungsanbieter abgerechnet.

Gleiches gilt für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen oder für die Kindertagespflege geleistet wird. Hinsichtlich der Übernahme weiterer Kosten (z. B. Elternbeitrag) ist eine Kostenübernahme durch das Jugendamt möglich.

Den Antrag zur Mittagsverpflegung finden Sie hier.

Gesellschaftliche Teilhabe

Bei Leistungsberechtigten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird ein Bedarf zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft berücksichtigt für

  • Mitgliedsbeiträge in den Bereichen Sport, Spiel, Kultur und Geselligkeit
  • Unterricht in künstlerischen Fächern (z.B. Musikunterricht) und vergleichbare angeleitete Aktivitäten der kulturellen Bildung
  • die Teilnahme an Freizeiten.

Allerdings sind die übernahmefähigen Kosten auf 10 € im Monat begrenzt. Bei Freizeiten kann dieser Monatsbetrag jedoch auch angespart werden; so können im Einzelfall maximal 120 € übernommen werden.

Daneben können auch weitere tatsächliche Aufwendungen berücksichtigt werden, wenn sie im Zusammenhang mit der Teilnahme und es den Leistungsberechtigten im begründeten Ausnahmefall nicht zugemutet werden kann, diese aus dem Regelbedarf zu bestreiten.

Die Leistung wird nur auf Antrag erbracht und direkt mit dem Anbieter (z. B. Verein) abgerechnet.

Den Antrag für Vereine auf Gewährung einer Leistung zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft finden Sie hier.

Den Antrag auf Gewährung einer Leistung zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft können Sie hier herunterladen.

Zuständige Stellen im Landkreis St. Wendel sind:

  • Jugendamt für den Bereich Mittagessen in Schule und Vorschule
  • Amt für Schulen und Ausbildungsförderung für den Bereich Zuschuss zum Leihentgelt bei Schulbüchern und Schülerbeförderung nach dem Landesgesetz
  • Kommunale Arbeitsförderung für alle anderen Leistungen bei Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen
  • Kreissozialamt für alle anderen Leistungen bei Familien, die Sozialhilfe, Grundsicherung, Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen

Anträge müssen rechtzeitig gestellt werden, da eine rückwirkende Bewilligung (z. B. nach der Klassenfahrt oder der Freizeitmaßnahme) in der Regel nicht möglich ist.

Antragsvordrucke sind auch hier erhältlich:

Kommunale Arbeitsförderung – Jobcenter
Tritschlerstraße 5 – Wendelinuspark
66606 St. Wendel

Kreissozialamt
Mommstraße 25a
66606 St. Wendel

Hier können Sie den Flyer zum Thema Bildung und Teilhabe herunterladen.