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Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Internet-User,

er war einer der bedeutendsten preußischen Staatsmänner und Reformer: Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein (1757-1831). Mit der Stein’schen Städteordnung, einem Reformwerk im Verwaltungs-, Wirtschafts- und Bildungsbereich, hat er ein bis heute gültiges Fundament der modernen kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland geschaffen. Mit der Verleihung der nach ihm benannten Freiherr-vom-Stein-Medaille ehrt das Saarland alle zwei Jahre Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. In diesem Jahr erhalten sechs Kommunalpolitiker aus dem Landkreis St. Wendel diese Auszeichnung: Bernd Junk (Kastel), Hermann Maurer (Bierfeld), Alois Wilhelm (Selbach), Edgar Lorig (Eisen), Ludwin Scherer (Theley) und Günter Schnur (Hasborn). Das jahrelange kommunalpolitische Engagement der Geehrten zeichnet sich aus durch Ideenreichtum, Kreativität und einem vorbildlichen Einsatz für das Gemeinwohl. Sie haben nachhaltige Akzente in unserem Landkreis gesetzt. Dafür schulden wir ihnen Dank und Anerkennung.

Unschätzbare Verdienste um die Kommunalpolitik hat auch Klaus Bouillon erworben. 32 Jahre lang hat er die Geschicke der Kreisstadt geleitet, mit Mut und Kreativität, Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit St. Wendel geprägt. Stadt und Kreis haben in den vergangenen Jahren viele Projekte gemeinsam gestemmt und sich wechselseitig unterstützt. Seine Berufung zum saarländischen Innenminister ist daher Auszeichnung und Anerkennung seiner Lebensleistung. Für den Landkreis ist die Berufung Bouillons der Garant dafür, dass die bislang schon hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem für uns wichtigen Innenministerium und der Region seine Fortsetzung findet und die Interessen des ländlichen Raums und des Landkreises St. Wendel dank einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit auch in Zukunft auf Landesebene in guten Händen liegen. Ich wünsche meinem persönlichen und politischen Freund und Weggefährten ein gutes Händchen im neuen Amt!

Ebenso stolz dürfen wir sein, dass in unserem Landkreis die Europäische Akademie Otzenhausen beheimatet ist, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert! Was 1954 als Begegnungsstätte für die deutsche und französische Jugend unter dem Namen Europahaus Otzenhausen begann, hat sich zu einem bedeutenden Zentrum für Begegnung, Bildung und Kultur in Europa entwickelt. Der Standort der Akademie unterstreicht auch die besondere Bedeutung der europäischen Einigung für unsere Heimat.

„In Vielfalt geeint“ – so lautet seit dem Jahr 2000 das Motto der Europäischen Union. Viele Sprachen, Traditionen, Kulturen und Bräuche finden sich auf unserem Kontinent, prägen ihn und machen die europäischen Regionen einzigartig. Der Saarwald-Verein möchte das Besondere unserer Heimat würdigen und schrieb 2014 den bereits vor 30 Jahren begründeten Saarländischen Heimatpreis neu aus. Es freut mich, dass das „Hiemesbierefeschd Remmesweiler“ zu den Preisträgern gehört. Die Himesbirne (Graue Junker Hans) ist eine besondere, im Saarland selten vorkommende Birnensorte. Anders in Remmesweiler, wo in unregelmäßigen Abständen das „Hiemesbierefeschd“ gefeiert wird, um diese Obstdelikatesse zu würdigen, die vor allem zur Marmeladenherstellung genutzt wird. Besonders in unserer Zeit ist es wichtig, die Besonderheiten und Vorzüge unserer schönen Heimat herauszustellen, Menschen und Institutionen, die sich für unsere Heimat einsetzen, zu ehren und somit einen Beitrag zur Identitätsstiftung zu leisten. Daher möchte ich an dieser Stelle allen danken, die sich auf den unterschiedlichsten Gebieten und Ebenen für unseren Landkreis, seine Traditionen und Menschen einsetzen.

Der letzte Tag im November ist in diesem Jahr gleichzeitig der 1. Advent. Es ist die Zeit zahlreicher Advents- und Weihnachtsmärkte in unserem Landkreis, die zu einem gemütlichen Bummel und Zu-sammentreffen einladen. Ich darf Ihnen daher bereits jetzt eine besinnliche Adventszeit wünschen.

Landrat
Udo Recktenwald