Produktionsschule

Die Produktionsschule ist im Grunde eine Alternative zum schulischen BVJ. Sie richtet sich an SchülerInnen, die keine Versetzung in Klassenstufe 9 erreicht haben sowie an SchülerInnen der Förderschulen.

Innerhalb dieser einjährigen Schulform führen die berufschulpflichtigen SchülerInnen unter Anleitung ihrer jeweiligen LehrwerkmeisterInnen kleinere Produktionsaufträge in den schulinternen Werkstattbereichen aus. Das Besondere der Produktionsschule ist, dass Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft sind und teilweise aufeinander aufbauen. Durch den hohen Praxisanteil wird den SchülerInnen eine berufliche Orientierung ermöglicht.

Die Produktionsschule wird in St. Wendel an der Dr.-Walter-Bruch-Schule im Sozialpflegerischen und im technisch-gewerblichen Bereich angeboten. Die Ausbildung im sozialpflegerischen Bereich obliegt eher in Richtung Hauswirtschaft und (Sozial-)–pflege, wohingegen im technisch-gewerblichen Bereich das Handwerk (Holz und Metall) im Vordergrund steht.

Die SchülerInnen werden an beiden Standorten von SozialpädagoInnen durch individuelle Hilfestellungen unterstützt. Hierbei wird ein breites Netzwerk der Hilfen für Jugendliche genutzt. Zusammen mit den SozialpädagogInnen wird mit jedem Schüler/jeder Schülerin eine Berufswegeplanung (in Anlehnung an den ProfilPass) erstellt und Kontakte zur Agentur für Arbeit bzw. der Berufsberatung ermöglicht. Auch kleinere Projekte und erlebnispädagogische Elemente sind Teil des Schuljahres.

Ziel des Schuljahres ist eine Konkretisierung der beruflichen/schulischen sowie persönlichen Perspektiven.

In der Produktionsschule können die SchülerInnen einen BVJ-Abschluss erlangen, der sie befähigt, ins Berufgrundbildungsjahr (BGJ) bzw. Berufsgrundschule (BGS) überzugehen.

Zusätzlich bekommen sie hier die Chance an einer externen Hauptschulabschlussprüfung teilzunehmen. Auch dabei werden die Jugendlichen von den SozialpädagogInnen in allen Bereichen unterstützt, so dass sie im günstigsten Fall, den Hauptschulabschluss erreichen.

Gefördert mit Mitteln des Saarlandes und der Europäischen Union