Liebe Leserinnen und Leser,
als ich im vergangenen Jahr in den Gesprächen mit der Hebammengemeinschaft, dem Krankenhausträger und dem Ministerium den Vorschlag einbrachte, die Kinderklinik und Geburtshilfe vom Kohlhof nach St. Wendel zu verlagern, erntete ich eher zurückhaltende Ungläubigkeit. Mir war klar, dass dies nur im Rahmen der gesamten Krankenhausplanung des Landes funktionieren kann. Umso dankbarer bin ich dem Gesundheitsminister, dass er nun diesen Gedanken aufgegriffen hat und in Gesprächen mit mir und dem Träger dieses Szenario in Verbindung mit der Neuordnung im Kreis Neunkirchen vorantreibt. Noch ist es ein Prüfauftrag und noch ist nichts entschieden. Dies wäre aber ein großer Schritt zur weiteren Stärkung des Marienkrankenhauses am Standort St. Wendel und eine Berücksichtigung des Nordsaarlandes bei Kinder- und Frauenmedizin. Unser Einzugsgebiet reicht ja deutlich über den Landkreis hinaus bis ins Nachbarbundesland. Dankenswerterweise hatte auch der Kreistag St. Wendel in seiner Resolution im vergangenen Jahr dieses Ziel aufgegriffen und einstimmig gefordert. Selbstverständlich wird und muss sich der Landkreis an der Umsetzung einer solchen Neu- und Umstrukturierung beteiligen. Damit wird sich der Kreistag auseinandersetzen müssen. Die weiteren Gespräche werden nun zeigen, wohin die Reise geht.
Bereits einstimmig beschlossen hatte der Kreistag im November Änderungen einzelner Gebühren am Bostalsee ab 2026. Etwa für Paddel-, Ruder- und Schlauchboote sowie Stand-Up-Paddling sowie für Segelboote. Die moderaten Erhöhungen sind aufgrund von steigenden Betriebskosten notwendig.
Ebenfalls einstimmig beschloss der Kreistag im November, das Budget für das Projekt „OutFit“ des Smart Wendeler Landes zu erhöhen. Das Smart Wendeler Land ist das Digitalisierungsvorhaben im Landkreis Sankt Wendel, das das alltägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger digitaler und smarter gestalten soll. Das Projekt „OutFit“ sieht die Einrichtung von Sportparks vor, die durch den Einsatz innovativer Technologien zu interaktiven Erlebnisorten werden. Das Projekt sah zunächst vor, zwei Sportparks dieser Art im Landkreis zu errichten. Im Zuge der Projektentwicklung und den Rückmeldungen aus unseren Gemeinden werden nun vier entstehen: in den Gemeinden Marpingen, Namborn, Oberthal und Tholey. Das Smart Wendeler Land wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und der Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert.
Das Jahresende bietet eine willkommene Gelegenheit innezuhalten, zurückzublicken, Kraft zu sammeln für die bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen. Und die zahlreichen Weihnachtsmärkte in unserer Heimat zu besuchen. Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie Glück, Gesundheit und Gottes Segen im kommenden Jahr.
Ihr Landrat
Udo Recktenwald