Zentrale Veranstaltung zum Internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

„Unser Erbe heißt Verantwortung“ – dies sagte der damalige Bundespräsident Roman Herzog während seiner Rede im Deutschen Bundestag zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 1999. Auf seine Initiative hin wurde bereits 1996 der 27. Januar ein nationaler Gedenktag, 2005 durch die Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ erweitert. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau.

Der Landkreis St. Wendel begeht seit 2015 mit einer zentralen Gedenkveranstaltung diesen Tag: 2019 am Sonntag, 27. Januar, 18.30 Uhr, Aula des St. Wendeler Gymnasiums Wendalinum, Schorlemerstraße 28.
„Eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur, die sich mit den Schrecken der NS-Zeit auseinandersetzt, die aufklärt, informiert, den Opfern würdig gedenkt, verfolgt der Landkreis St. Wendel bereits seit langer Zeit“, sagt Landrat Udo Recktenwald. „Wir dürfen stolz auf unsere Heimat sein, dürfen aber nie, zu keinem Zeitpunkt die Schattenseiten unserer Vergangenheit ausklammern. Denn der Terror der Nazis fand auch hier statt, in unserer Heimat. Auch hier gab es Opfer und Täter. Die zentrale Gedenkveranstaltung ist ein weiterer Beitrag dazu, die Erinnerung wachzuhalten. Denn vor allem in unserer Zeit gilt es aufzustehen, Zeichen zu setzen, wenn wieder Populismus und Hass verbreitet werden, wenn wieder gegen Minderheiten gehetzt wird. Unser Erbe heißt Verantwortung“, so der Landrat weiter.

Während der Gedenkveranstaltung stellt das Seminarfach „Wendalinum wider das Vergessen“ seine Arbeit vor. Prof. Dr. Roland Rixecker, Präsident des Verfassungsgerichtshofs des Saarlandes, referiert zum Thema „Antisemitismus im Lichte der Verfassung und der Gesetze“. Moderator der Veranstaltung ist der Historiker Bernhard W. Planz. Musik: Schüler des Gymnasiums Wendalinum. Der Eintritt ist frei.