Warnung der Seniorensicherheitsberater

Warnung vor unberechtigten Inkassoschreiben

In der letzten Woche sind im Bundesgebiet vermehrt Briefe mit unberechtigten Mahnungen versandt worden, auch in die Gemeinde Nohfelden. Durch Ankündigung von Zwangsvollstreckung und Pfändungen, Eintragung bei der SCHUFA und der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers sollten Druck und Ängste ausgeübt werden.
Was wurde verlangt: Eine Inkasso § E.B. Company aus Frankfurt hätte in einem gerichtlichen Mahnverfahren von Gewinn- und Zeitschriftenverlagen mit einer Sammelklage einen Auftrag zur Einziehung von Ausständen des Empfängers von insgesamt 760 € bekommen, dem jetzt mit der 1. Mahnung nachgekommen wird. Durch ein unredliches (Vergleichs-) Angebot der Inkasso-Firma, das es im richtigen Leben nie geben wird, sollte dann der Betrag auf lediglich 290 € gesenkt werden, wenn die Zahlung innerhalb von 3 Tagen erfolgen würde.
Die Zahlung sollte mittels des angehefteten Einzahlungsscheines auf ein Konto im Ausland, in diesem Falle bei einer Bank in Litauen, erfolgen.
Weitere Namen von vermutlich dubiosen Inkassofirmen, die in verschiedenen deutschen Städten aufgetreten sind und die mit gleichem System in den letzten Wochen Mahnungen verschickt haben, sind: E.S. Group, G.U. Group, Losenet Group, IE Inkasso Group, PLS Inkass Services Group, E-Net Payment Group oder der DED Group
Die Seniorensicherheitsberater raten: Auf keinen Fall die unberechtigte Forderungen bezahlen; prüfen Sie die Schreiben genau (Zahlungen ins Ausland, Rückrufnummern aus dem Ausland pp?); bei der Polizei wegen Betrugs Anzeige erstatten.

Welle von Anrufen „Falscher Polizeibeamter“

Eine Welle von Anrufen falscher Polizeibeamter hat am Montagnachmittag bis späten Abend das Stadtgebiet von St. Wendel regelrecht überschwemmt. Im Zeitraum zwischen 12:00 Uhr und 23:00 Uhr wurden 25 dieser Anrufe an die Polizeiinspektion St. Wendel herangetragen. Erfahrungsgemäß dürfte die Dunkelziffer noch wesentlich höher liegen. Betroffen waren Mitbürger im Alter zwischen 58 und 97 Jahren. In keinem der bekannt gewordenen Fälle kam es bislang zu einem Schaden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um die immer gleiche Tätergruppe handelt. Mit der Nennung eines möglichst geläufigen Namens, in den bekannt gewordenen Fällen war es häufig ein angeblicher Markus Schmidt von der Kriminalpolizei, und der Legende, die Polizei habe in der Nähe Einbrecher festgenommen und der Name des Angerufenen sei bei den Festgenommenen gefunden worden, wird zunächst versucht, Auskünfte zu Wertgegenständen und Vermögensverhältnissen auszuspionieren. Hierbei kommen auch technische Mittel zum Einsatz, wie die Übermittlung einer scheinbar vertrauten Telefonnummer auf das Telefondisplay des Angerufenen. In weiteren Schritten wird versucht, die Übergabe von Vermögensgegenständen und Bargeld zu erreichen. Die Täter nutzen bewusst die Urängste vieler Mitbürger aus: die Angst, Opfer einer Straftat zu werden, einem Einbruch oder einer Gewalttat hilflos ausgeliefert zu sein. Die Polizei rät, bei ungebetenen Anrufen und unbekannten Anrufern gegenüber ein gesundes Misstrauen zu bewahren. Die Polizei wird am Telefon niemals nach Vermögensverhältnissen fragen! Die einfachste Möglichkeit, dem von den Tätern ausgeübten Druck zu entgehen, ist das Beenden des Gespräches. Legen Sie einfach auf!. Die Polizei hält unter der Seite www.polizei-beratung.de Informationen zu zahlreichen Kriminalitätsphänomenen bereit, unter anderem auch zu den „Falschen Polizisten am Telefon“. Neben der rein textlichen Beschreibung wird die Vorgehensweise der Betrüger auch durch einen Kurzfilm und einen Comic anschaulich dargestellt. 
Für weitere Informationen (auch für Vereine und Gruppen) stehen die Seniorensicherheitsberater beim Landratsamt St. Wendel unter der Tel.-Nr. 06851 801-5201 zur Verfügung.