Landkreis übernimmt Personalkostenabrechnung für Marpingen

Die Effizienz der Verwaltungsabläufe steigern, ohne dabei an Bürgernähe und Qualität zu verlieren – das sind zwei Grundprinzipien, die der Landkreis St. Wendel und die Gemeinde Marpingen beim Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit, der Zusammenarbeit zwischen der Kreisverwaltung und den Verwaltungen der Gemeinden, verfolgen. Dazu gehören viele Themenbereiche, hierbei gibt es viele Ansatzpunkte. Einer davon: Ab dem 1. Januar 2019 übernimmt der Landkreis die Personalkostenabrechnung für die Gemeinde Marpingen. „Was vielleicht wenig spektakulär klingt, ist dennoch ein wichtiger Schritt nach vorne. Es klingt eher unspektakulär, weil es Verwaltungsabläufe sind, die im sogenannten Back-Office-Bereich passieren, die Bürgerinnen und Bürger also kaum oder überhaupt nicht betreffen, die Gemeinde hingegen bedeutend entlasten. Übrigens leisten wir die Personalkostenabrechnung bereits seit Oktober 2016 schon für die Gemeinde Oberthal. Dass wir nun auch Marpingen übernehmen, liegt daran, dass die personellen und technischen Voraussetzungen nun stimmen. Denn derartiges lässt sich nicht über Nacht umsetzen. Es ist die Summe dieser vielen großen und kleinen Schritte, die die interkommunale Zusammenarbeit in unserem Landkreis ausmacht, die auf Konsens und Freiwilligkeit beruht“, sagt Landrat Udo Recktenwald.

„Mit einer gemeinsamen Personalkostenabrechnung bauen wir überholte Doppelstrukturen ab und schaffen somit Freiräume für andere Aufgaben, die dem Bürger zu Gute kommen und uns Möglichkeiten für eine moderne Verwaltung geben“, stimmt der Marpinger Bürgermeister Volker Weber zu. „Noch vor einigen Jahren wurden im ganzen Landkreis für eine Aufgabe, die Abrechnung der Lohnkosten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, verschiedenste Programme benutzt. Dank guter Zusammenarbeit unter den Gemeinden und zwischen dem Landkreis ist es jetzt gelungen, sich landkreisweit auf ein Programm zu einigen. So wurde es auch für die Gemeinde Marpingen möglich, kurzfristig die Umstellung vorzunehmen. Mit kleinen Schritten gestalten wir unsere Verwaltungen so effizienter und stellen uns für die Zukunft auf.“