Kolumne

Der Landrat informiert jeden Monat über das Neuste aus dem Landkreis

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

unserer Wirtschaft geht es überdurchschnittlich gut: In den rund 4.550 Betrieben des Landkreises arbeiteten im Juni 2017 26.758 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon etwa 75 Prozent in kleinen und mittleren Unternehmen – ein historischer Höchststand und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent. Dies ist in erster Linie den engagierten Betrieben zu verdanken, aber auch das Ergebnis einer vorausschauenden, durchdachten, nachhaltigen Wirtschaftspolitik in unserer Region. Und dies zeigt, dass die kleinen und mittleren Unternehmen das Rückgrat unserer Wirtschaft sind. Mit rund 15.000 Beschäftigten hat der Dienstleistungssektor einen Anteil von rund 60 Prozent an allen Beschäftigten im Kreis – in den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl um rund 10 Prozent gestiegen. Beschäftigungsstärkste Branche des Dienstleistungssektors ist der Handel mit einem Anteil von 15 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten rund 30 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. Überdurchschnittliche Beschäftigungszuwächse gab es in den vergangenen Jahren auch im Gastgewerbe und den Unternehmensdienstleistungen. Deutliche Zugewinne verzeichnen wir ebenso im Gesundheits- und Sozialwesen. Mit rund 1.100 Betrieben weist der Landkreis St. Wendel die höchste Dichte an Handwerksbetrieben im Saarland auf. Das Handwerk beschäftigt über 6.000 Menschen in unserem Kreis, darunter 500 Auszubildende. Allen unseren Betrieben, die ausbilden, gilt unser Dank! Sie übernehmen Verantwortung, sie legen ein wichtiges Fundament für die weitere positive Entwicklung unserer Wirtschaft und unseres Landkreises!

Auch auf anderen Gebieten ist die Entwicklung unserer Heimat hervorragend: Wir sind Vorreiter im Tourismus, haben saarlandweit die geringste Arbeitslosenzahl, sind der sicherste Landkreis. Große Fortschritte verzeichnen wir auch mit unserer Initiative „Null-Emission Landkreis St. Wendel“ sowie auf dem Feld der Regionalentwicklung.

Dabei ist Regionalentwicklung ein Feld mit vielen Facetten. Aktuell beteiligen wir uns am Bundesmodellvorhaben „Land(auf)Schwung“. Der Bund stellt uns insgesamt 2,25 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel werden in zahlreiche Projekte investiert, dabei sind Projektträger Vereine oder Unternehmen, Organisationen oder Kommunen. Die Ideen werden somit vor Ort geboren, denn vor Ort wissen die Menschen am besten, wie ihre Heimat am sinnvollsten zu gestalten ist! Dank der Bundesmittel können wir ausprobieren, experimentieren, Impulse setzen, schauen, ob sich Projekte, die in einem Dorf funktionieren, auf andere Dörfer übertragen lassen. Schließlich geht es bei dem großen Themenfeld Regionalentwicklung um die Zukunft unserer Dörfer, unseres Landkreises. Somit ist Regionalentwicklung eine langfristige Aufgabe, die vom Bund entsprechend dauerhaft gefördert werden muss!

Ein attraktives, bezahlbares ÖPNV-Angebot gehört insbesondere im ländlichen Raum zur Daseinsvorsorge. Leider haben wir im Saarland eklatanten Nachholbedarf, vor allem das Tarif- und Wabensystem muss dringend reformiert werden. Hierzu gehören in einem ersten Schritt etwa attraktive Angebote für besondere Nutzergruppen. Wir gehen im Rahmen unserer Möglichkeiten voran: Senioren, die ihren ersten Wohnsitz in unserem Kreis haben, erhalten rund 50 Prozent Rabatt auf das Senioren-Ticket des saarVV. Ein Probelauf, der bereits jetzt auf großes Interesse stößt. Weitere Informationen: Kreisverkehrs- und Infrastrukturbetrieb des Landkreises, Mommstraße 21-31, 66606 St. Wendel, E-Mail: oepnv(at)lkwnd.de, Tel. (06851) 8014540 oder 8014541.


Ihr Landrat
Udo Recktenwald