Kolumne

Der Landrat informiert jeden Monat über das Neuste aus dem Landkreis

Februar 2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

im Januar hat die erste Großtagespflegestelle in unserem Landkreis eröffnet. In Großtagespflegestellen betreuen Tagespflegepersonen mehrere Kinder, und zwar in eigens dafür eingerichteten Räumen. In St. Wendel haben sich drei Tagesmütter zusammengeschlossen: In einem angemieteten Wohnhaus in der Schulstraße 20 bieten sie in ihrer Großtagespflegestelle „Kindersonnenwinkel“ Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren an, und zwar montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr; Randzeitenbetreuung ist nach Absprache möglich. Im Landkreis gibt es derzeit insgesamt 18 aktive Tagespflegepersonen. Sie unterstützen und ergänzen die Familie bei der Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes. Und dies kann in den eigenen vier Wänden oder im Haushalt des Kindes geschehen. Mit der ersten Großtagespflegestelle in St. Wendel wurde eine sinnvolle Ergänzung des Krippenangebotes in unserem Kreis geschaffen. Zwar gehört saarlandweit unser Angebot zu den besten, jedoch gibt es vor allem in den Randzeiten noch Nachbesserungsbedarf. Daher wäre es wünschenswert, wenn auch in anderen Orten des Landkreises Großtagespflegestellen eröffnet werden könnten.

Ein weiteres vorbildliches Projekt in unserem Landkreis ist das „Land(Auf)Schwung“-Vorhaben „Paten mit Herz“. Davon konnte sich übrigens Anfang Januar auch die saarländische Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Monika Bachmann, persönlich während eines Besuchs im St. Wendeler Marienkrankenhaus überzeugen. Denn das Marienkrankenhaus hat mit vielen Partnern ein gezieltes Übergangsmanagement von der medizinischen Betreuung in den Lebensalltag und das soziale Umfeld zu Hause aufgebaut. So werden Notlagen durch altersbedingte Vereinsamung, Krankheit und Gebrechen verhindert. Das Projekt stützt sich auf viele ehrenamtliche Kräfte, für deren Einsatz ich mich herzlich bedanken möchte. Schließlich sind die Stärkung der ehrenamtlichen Strukturen, die Sicherstellung der Daseinsvorsorge, die planvolle und nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes unter Beteiligung möglichst vieler Akteure wichtige Eckpfeiler des Bundesmodellprogramms „Land(Auf)Schwung“ in unserem Landkreis.

Wie es schöne Tradition ist, werden am Fetten Donnerstag die Narren das Landratsamt erstürmen. Das Ochsitorium der Oberstadt St. Wendel wird mich, sofern es meine Verteidiger zulassen, in diesem Jahr verhaften und anklagen. Der närrische Sturm startet am 8. Februar pünktlich um 11.11 Uhr im Landratsamt. Alle Närrinnen und Narren sind herzlich eingeladen, diesem denkwürdigen Ereignis beizuwohnen, das nach der Verhaftung mit einem bunten Faschingsprogramm weitergeht.

Eine weitere schöne Tradition in unserem Landkreis ist das „Festival der Garden“, das wir in diesem Jahr am Sonntag, 4. März, ab 13 Uhr in der Liebenburghalle Namborn gemeinsam mit dem Furschweiler Karnevalverein ausrichten. Eine tolle Gelegenheit für unsere Karnevalsvereine, nach der Session noch einmal zu zeigen, was sie können. Die Garden stecken schließlich viel Herzblut in ihre Leidenschaft: Über das ganze Jahr hinweg wird trainiert, farbenfrohe Kostüme geschneidert und Ideen fürs Programm gesammelt. Das Festival der Garden stellt die Akteure nach der Fastnachtszeit noch einmal auf großer Bühne ins Rampenlicht – auch eine Anerkennung der großartigen Jugendarbeit der Vereine. Der Eintritt ist frei.

 



Ihr Landrat

Udo Recktenwald