Kolumne

Der Landrat informiert jeden Monat über das Neuste aus dem Landkreis

September 2018

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

ein Tag für unsere Heimat, ein Tag für alle, die an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des St. Wendeler Landes interessiert sind, an Kultur und Tradition, an den Eigenarten und Besonderheiten der Region – das ist der Tag des St. Wendeler Landes, der in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet: am Sonntag, 9. September, ab 11 Uhr. Zum zweiten Mal in der Bosener Mühle am Bostalsee. Einem Ort, der wie kein zweiter für diese besondere Veranstaltung geeinget ist – einem der vielen Geschichtsorte unserer Heimat. Denn „Geschichtsorte im Landkreis St. Wendel“ ist das Motto des 4. Tages des St. Wendeler Landes: Orte, an denen Geschichte gemacht wurde, Orte, die geschichtsträchtig sind; Orte, die von besonderer Bedeutung für die Einwohner unserer Dörfer, unserer Stadt oder unserer Gemeinden sind. Daher haben die teilnehmenden Heimatkundevereine aus unserer Region Informationen zu für sie wichtigen Geschichtsorten zusammengetragen. Daraus ist eine beeindruckende Ausstellung entstanden, die in der Bosener Mühle zu sehen ist – und die wir auch an anderen Orten, etwa an Schulen oder in Rathäusern, zeigen werden. In enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen und Institutionen wurden auch kurze Filme gedreht, die die Geschichtsorte, aber auch Vereine kurz vorstellen und die auf der Internetplattform YouTube abrufbar sind. Dafür hat der Landkreis eigens einen Kanal eingerichtet. Während der Veranstaltung wird es interessante Vorträge zu weiteren Geschichtsorten sowie zwei Diskussionsrunden geben, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unserer Heimat im Fokus haben werden. Ein Tag für die Heimat, ein Tag für das St. Wendeler Land.

Auf unsere Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Landkreis können wir uns verlassen. Sie sind da, wenn es brennt, wenn Not am Mann ist. Ihr Engagement, ihr vorbildlicher Einsatz verdient unser aller Dank, Respekt und Anerkennung. Während der Feuerwehrtage am Bostalsee vom 28. bis zum 30. September präsentieren sich die Wehren und Hilfsorganisationen und informieren über ihr Wirken. Eine Veranstaltung, die mittlerweile zum dritten Mal stattfindet. In diesem Jahr, zum 20-jährigen Bestehen des Kreisfeuerwehrverbades, mit einer Besonderheit: Die Feuerwehrtage werden um die weltweit größte Ausbildungsmesse in Technischer Hilfeleistung, die Weber Rescue Days, erweitert: Etwa 600 Teilnehmer aus über 20 Ländern werden in Theorie und Praxis geschult. Weit über 150 Fahrzeuge stehen bereit, an denen geübt wird, Menschen zu retten, Gefahren zu erkennen, Gefahren einzudämmen. Eine große Fachausstellung und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm runden diese „Doppel-Veranstaltung“ ab.

Offiziell ist nun das „Land(auf)Schwung“-Projekt „ZukunftDorf – Smart Village Remmesweiler“ gestartet. Hier steht die Nahversorgung im Fokus. Denn in Remmesweiler schloss vor einem Jahr der letzte Dorfladen. Daher wurde eine innovative Idee geboren: ein digitaler Lieferservice für Lebensmittel. Die Praxis: Jeden Donnerstag treffen sich Einwohner Remmesweilers im Dorfgemeinschaftshaus und kaufen gemeinsam ein – online. Und jeden Donnerstag werden die Waren geliefert, die übrigens zum gleichen Preis wie im Laden verkauft werden. Lieferanten für die Produkte sind der Globus-Markt in St. Wendel und der Wendelinushof. Die Lieferung ist kostenlos. Menschen, die sich in der digitalen Welt noch nicht gut auskennen, stehen Dorfcoaches mit Rat und Tat zur Seite. Nebenbei kommen die Menschen zusammen, tauschen sich aus, das Gemeinschaftsgefühl im Dorf wächst. Ein deutschlandweit einzigartiges Projekt, das hier bei uns getestet wird. Und das auf andere Dörfer unseres Landkreises übertragen werden könnte. Die Digitalisierung nicht als Hemmnis, sondern als Chance, Lösungen für Probleme zu finden, die den ländlichen Raum betreffen! Denn darum geht es bei dem Bundesmodellvorhaben „Land(auf)Schwung“: Den Herausforderungen des ländlichen Raums mit innovativen Ideen begegnen, die Regionen fit für die Zukunft machen. Informationen zum Bundesmodellvorhaben „Land(auf)Schwung“ in unserem Landkreis gibt es auch online: https://landaufschwung-wnd.de.


Ihr Landrat
Udo Recktenwald