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E-Zigaretten und E-Shishas gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen

Die Bundesregierung hat den von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, vorgelegten Gesetzentwurf zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas beschlossen.

Der Gesetzentwurf dehnt die Abgabe- und Konsumverbote des Jugendschutzgesetzes und des Jugendarbeitsschutzgesetzes für Tabakwaren auf E-Zigaretten und E-Shishas aus. Zudem wird sichergestellt, dass die Abgabeverbote von Tabakwaren, E-Zigaretten und E-Shishas an Kinder und Jugendliche auch im Wege des Versandhandels gelten.

Laut einer aktuellen Auswertung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat bereits jede fünfte Person in der Altersgruppe der 12 bis 17-Jährigen schon einmal eine E-Shisha probiert und jede siebte in dieser Altersgruppe eine E-Zigarette. 11,3 Prozent dieser Altersgruppe haben bereits eine E-Shisha oder eine E-Zigarette konsumiert, ohne jemals eine Tabakzigarette geraucht zu haben.

Mit den elektronischen Inhalationsprodukten werden Flüssigkeiten, sogenannte Liquids, verdampft und der dabei entstehende Nebel inhaliert. Aromastoffe verleihen dem Dampf den jeweiligen Geschmack. Harmlos sind E-Zigaretten und E-Shishas jedoch nicht. Sie bergen gesundheitliche Risiken. Darüber hinaus kann der vermeintlich harmlose anfängliche Gebrauch von nikotinfreien E-Zigaretten dazu verleiten, neue Reize zu suchen und auf nikotinhaltige elektronische Zigaretten oder herkömmliche Zigaretten umzusteigen.


Präventionstheaterstück "Click it!²"

Captain@Sorglos ist Kunstfigur und Internetlobbyist, der das Internet als „sicher und total ungefährlich“ bewertet. Ihm ging es wie anderen Usern: Er verlor den Überblick bei all den bunten Seiten. Am Beispiel von Silvio und dessen Klassenkameradin Billa wollte Captain@Sorglos den Theaterbesuchern vom freien und unbegrenzten Zugang zum Internet überzeugen: Bilder und Musik tauschen, mit Freunden Kontakt halten und sogar Flirten. Silvio wusste, dass anderen Jungen und Mädchen eklige und peinliche Dinge im Netz widerfahren sind, glaubte aber nicht, dass ihm selbst das passieren kann. Leichtsinnig geriet er deshalb selbst in Schwierigkeiten.

Mehr als 670 Schüler aus dem Landkreis St. Wendel besuchten am 4. und 5. November das Theaterstück "Click it!"² im St. Wendeler Saalbau, aufgeführt vom Kölner Präventionstheater "Zartbitter". In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Landkreises St. Wendel präsentierte die Beratungsstelle "Nele - gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen" das Theaterstück über Cybermobbing und sexualisierte Gewalt im Internet.

Durch die Identifikation mit Silvio und Billa sollten die Kinder der Klassenstufe 5 bis 8 erleben, dass Cybermobbing und die Konfrontation mit pornografischen Bildmaterial oder Horrorbildern keineswegs „witzig“ sind. Es wurden keine Gewaltbilder gezeigt, stattdessen soll Empathie für und Solidarität mit den Opfern erzeugt werden. Ohne es explizit zu benennen sollte die wichtige Botschaft vermittelt werden: Hilfe holen ist kein Verrat.

 


Zirkusprojekt ZappZarap

Bereits zum 6. Mal organisierten die Schoolworker des Landkreises St. Wendel  in Kooperation mit einer Schule ein einwöchiges Zirkusprojekt.
Nach Namborn, Freisen, Türkismühle, Oberthal und Wendalinum Gymnasium gastierte in diesem Jahr der Zirkus ZappZarap im Cusanus Gymnasium St. Wendel.
Unter dem Motto „Kannst Du nicht war gestern“ erarbeiteten die SchülerInnen der Klassen 5 und 6 mit ihren LehrerInnen unter Anleitung der Zirkuspädagogen eine Woche lang ein spannendes Programm, welches in den Vorstellungen, zu denen  die Eltern und Geschwister der Akteure eingeladen wurden, seinen krönenden Abschluss fand.
Dabei standen in der Zirkuspädagogik keine körperlichen Höchstleistungen im Vordergrund, sondern   neben motorischen Lernzielen insbesondere soziale und psychologische Aspekte.

Nähere Informationen erhalten sie hier
www.zappzarap.de


Präventiontheater„Ganz schön blöd“ von Zartbitter e.V.Köln

So ein Umzug ist ganz schön aufregend! Inmitten von Kartons und allerlei Krempel richtet Tine ihr neues Zimmer ein. Ihre Eltern wühlen sich durch die Kisten in den anderen Räumen…   Und dann taucht auch noch Teugel auf. Ganz gespannt verfolgten mehr als 740 Grundschulkinder des Landkreises St. Wendel die Theateraufführung  „Ganz schön blöd“ von Zartbitter e.v., der Kölner Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Grundschulalter.Sie sind gemeinsam mit ihren Lehrkräften der Einladung der Schoolworker des Landkreises St. Wendel in die Sport-und Kulturhalle Bliesen gefolgt. Die Theaterproduktion gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Grundschulalter stärkt mit viel Lebensfreude und Musik das Vertrauen von Kindern in die eigene Wahrnehmung und unterscheidet zwischen schönen und blöden Gefühlen. Sie fördert ein gesundes Misstrauen gegenüber Grenzverletzungen und somit das Vertrauen in sich selbst. Unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Präventionskonzepte vermittelte das Theaterstück Mädchen und Jungen, dass es mutig ist, zu den eigenen Ängsten zu stehen und sich in komischen und belastenden Situationen Hilfe zu holen – denn „Hilfe holen ist kein Petzen und kein Verrat!“(www. zartbitter.de) Einen herzlichen Dank gebührt der Gemeinde Namborn und der Stadt St. Wendel, für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung des Theaterstückes.Im Saarland erfahren Sie Hilfe und Beratung bei sexueller Gewalterfahrung und /oder sexueller Grenzverletzungen bei folgenden Präventionsfachstellen:• Nele-Beratung gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen, Tel. 0681/32058• Phoenix-Beratung gegen sexuelle Ausbeutung von Jungen, Tel.:0681/7619685• Neue Wege-Rückfallvorbeugung für sexuell übergriffige minderjährige Jugendliche, Tel.:0681/7559498• SOS Kinderschutz und Beratung-Saar, Tel.:0681/910071