Immer wieder gelingt es Betrügern, durch List, Lug und Trug Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen. So wie jüngst im Landkreis Merzig-Wadern: Ein 81-Jähriger wurde von einem angeblichen Bankmitarbeiter angerufen. Der Gauner teilte dem Senior mit, dass von seinem Konto 3200 Euro abgebucht werden müssen und fragte, ob er mit einer Echtzeitüberweisung einverstanden sei. Damit war der 81-Jährige nicht einverstanden, woraufhin der falsche Bankmitarbeiter sagte, das Konto müsse nun gesperrt werden – es sei denn, der Senior nenne seine Zugangsdaten. Was der 81-Jährige auch tat. Umgehend wurde ein fünfstelliger Betrag vom Konto des Seniors abgebucht. Ob es im Nachgang der Bank gelang, das Geld zurückzubuchen, ist nicht bekannt.
Ein weiteres Beispiel aus Homburg: Bei einer 87-Jährigen klingelt das Telefon. Eine Frau gibt sich als Ärztin des Universitätsklinikums aus und behauptet, die Tochter der 87-Jährigen leide an einer schweren Magen-Darm-Erkrankung. Eine aufwendige und teure Chemo-Therapie sei notwendig, die Kosten müssen Mutter und Tochter übernehmen. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es der Betrügerin, die Seniorin zur Übergabe eines fünfstelligen Geldbetrags sowie einer Goldmünzensammlung zu überreden. Geld und Münzen wurden kurz nach dem Telefongespräch an der Haustür übergeben.
Die Seniorensicherheitsberater im Landkreis Sankt Wendel weisen darauf hin, dass weder Bankmitarbeiter, noch Ärzte oder Polizeibeamte nach dem persönlichen Besitz fragen; die Behandlung von Kranken und Unfallopfern erfolge immer auch ohne Vorauszahlung.
Weitere Informationen – auch für Vereine und Gruppen – gibt es bei der Geschäftsstelle der ehrenamtlichen Seniorensicherheitsberater im Seniorenbüro des Landkreises Sankt Wendel. Dort können auch Anfragen für kostenfreie Vorträge und Beratungen gestellt werden: Tel. 06851 801-5201, E-Mail: seniorenbuero@lkwnd.de.