Im Landkreis Sankt Wendel soll der Alltagsradverkehr gestärkt werden. Dies ist seit Februar die Aufgabe der neuen Radverkehrskoordinatorin Anikka Schaadt. Diese Stelle, gefördert durch LEADER-Mittel der Europäischen Union, soll auch die Kommunen bei der Entwicklung einer modernen Radverkehrsinfrastruktur und bei der Umsetzung bestehender Radverkehrskonzepte unterstützen.
Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises Sankt Wendel: „Wir sehen die Arbeit der Radverkehrskoordinatorin als wichtiges Bindeglied zwischen Land, Kommunen und Verbänden, wenn es um den Ausbau unseres Radwegenetzes geht – nicht nur für Tourismus und Freizeit, sondern vor allem für den Alltag als Alternative zum motorisierten Individualverkehr und als weiteren Mosaikstein unserer Klimaschutzinitiative. Denn jeder mit dem Fahrrad zurückgelegte Kilometer ist ein Beitrag für unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Ich freue mich, mit Anikka Schaadt eine kompetente und engagierte Fachfrau für diese wichtige Aufgabe gefunden zu haben.“
Der Landkreis verfüge bereits über ein gut ausgebautes touristisches Radwegenetz. Künftig solle das Fahrrad jedoch auch im Alltag eine größere Rolle spielen, etwa auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Ein Beispiel hierfür sei der Bahnradweg Sankt Wendeler Land auf einer ehemaligen Bahntrasse, der Freizeit- und Alltagsradverkehr miteinander verbinde. Solche kreisweiten Projekte wird Schaadt begleiten und weiterentwickeln.
Mit der Fortschreibung des Radverkehrsplans Saarland und der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen im Saarland, der der Landkreis seit 2025 angehört, werden die Voraussetzungen geschaffen, den Alltagsradverkehr zu stärken. In dieser Arbeitsgemeinschaft bringt sich Koordinatorin als Vertreterin des Landkreises Sankt Wendel ein.
Auch an Veranstaltungen zeigt sie Präsenz. Etwa beim Gesundheitstag des Landkreises am 12. September in Theley, wo sie das Thema "Fahrradfreundlicher Arbeitgeber" und das Fahrrad als gesundes und nachhaltiges Verkehrsmittel präsentiert.
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