Der Landkreis Sankt Wendel verlängert das Integrationsprojekt „together@work“ um ein weiteres Jahr. Das Projekt, im April 2025 gestartet, ist eine Arbeitsgelegenheit für Asylbewerber. Eingesetzt werden die Teilnehmer etwa in der Grünpflege, in kommunalen Bauhöfen oder öffentlichen Einrichtungen. Ein Beitrag zur Integration: Die Asylbewerber sollen dadurch an den Arbeitsmarkt und dadurch auch an die deutsche Sprache herangeführt werden. Sie erhalten zu ihren regulären Sozialleistungen 80 Cent pro Stunde. Bei regelmäßiger Teilnahme gibt es privilegierten Zugang zu Sprachkursen. Bei Fernbleiben drohen Sanktionen, etwa Leistungskürzungen.
Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises Sankt Wendel: „Das Projekt ‚together@work‘ zeigt, dass Integration durch praktische Beschäftigung gelingen kann und wir dabei sehr schnell herausfinden, wer integrationswillig und -fähig ist und wer nicht. Die Maßnahme schafft Struktur, fördert Sprachpraxis und hilft gleichzeitig unseren Kommunen ganz konkret.“
Seit dem Start des Projekts konnten bis zu 20 Teilnehmer gleichzeitig beschäftigt werden. Insgesamt haben bislang 118 Personen an der Maßnahme teilgenommen, von denen 45 bereits in weiterführende Integrations- und Sprachmaßnahmen vermittelt wurden. Zwölf Asylbewerber haben eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen und benötigen keine Sozialleistungen mehr. Bei 14 weiteren Personen endete der Sozialleistungsanspruch aus anderen Gründen, etwa durch freiwillige Rückkehr, Abschiebung oder Überstellung in andere EU-Staaten.
Bei Fehlzeiten und vorsätzlichen Verweigerungen sprach die Kommunale Arbeitsförderung des Landkreises Sankt Wendel insgesamt 33 Leistungskürzungen im Umfang von rund 200 Euro monatlich pro Person aus.
Der Landkreis hat die St. Wendeler Initiative für Arbeit und Familie, WIAF gGmbH, beauftragt, das Projekt „Together@work“ umzusetzen. Diese Zusammenarbeit wird fortgeführt. Das Projekt kostet rund 160.000 Euro pro Jahr.
Recktenwald: „Mit der Verlängerung der Maßnahme setzen wir weiter auf eine praxisnahe Integrationspolitik nach dem konsequenten Leitmotiv: Fördern und Fordern.“