Im Arbeitskreis Kommunaler Klimaschutz kommen Preisträger zusammen – also Kommunen, die als sogenannte „Klimaaktive Kommune“ ausgezeichnet wurden. Das wurde der Landkreis Sankt Wendel bereits zweimal. Daher ist der Landkreis auch seit 2019 Mitglied des Arbeitskreises – und war nun auch Gastgeber des jüngsten Treffens.
„Der Arbeitskreis ist ein praxisnahes Expertengremium. Hier tauschen wir uns über aktuelle Herausforderungen und innovative Lösungsansätze im kommunalen Klimaschutz aus“, sagt Michael Welter, Klimaschutzmanager des Landkreises Sankt Wendel. Dabei sei Sankt Wendel der einzige saarländische Vertreter. „Der Austausch ermöglicht uns eine Zusammenarbeit weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus. Der Blick über den kommunalen Tellerrand stärkt unser Verständnis für gemeinsame Herausforderungen und hilft uns, innovative Lösungen schneller in die Praxis zu bringen“, so Welter weiter.
Die Ergebnisse der Arbeitskreistreffen werden regelmäßig veröffentlicht. Koordiniert wird der Arbeitskreis durch das Deutsche Institut für Urbanistik. Das Institut richtet auch den Wettbewerb „Klimaaktive Kommune“ aus, den der Landkreis Sankt Wendel erstmals 2012 gewann, und zwar für sein Klimaschutzkonzept. Das Konzept vernetzt zahlreiche Akteure – von Politik und Wirtschaft bis hin zur Bevölkerung – mit dem Ziel, das Sankt Wendeler Land zukünftig CO2-neutral zu gestalten.
2020 wurde der Landkreis erneut als „Klimaaktive Kommune“ ausgezeichnet. Diesmal für das Projekt „Durchwachsene Silphie“, einer Energiepflanze, die als Alternative zum Mais im Kreis versuchsweise angebaut wird.
Welter: „Uns freuen natürlich die zahlreichen Auszeichnungen, die unsere Klimaschutzinitiative in der Vergangenheit bereits erhalten hat. Doch wesentlich wichtiger ist die Zukunft und wie wir die Energiewende vor Ort gestalten wollen. Dabei hilft der Austausch im Arbeitskreis Kommunaler Klimaschutz ungemein. Hier finden wir Anregungen und geben unsere Erfahrungen weiter. Dies hilft allen Beteiligten – und bringt uns alle einen Schritt weiter.“