Frau schaut auf ihr Tablet.

„Netzwerk Inklusion vor Ort im Landkreis Sankt Wendel“ gegründet

Ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Projekts "Inklusion vor Ort"

Gründung des Netzwerks Inklusion vor Ort: Blick in den Veranstaltungsraum.

Rund 80 Vertreter von Institutionen, Kommunen, Vereinen, Verbänden, Kirchen, Selbsthilfegruppen sind Gründungsmitglieder des „Netzwerks Inklusion vor Ort im Landkreis Sankt Wendel“. Das Netzwerk ist Teil des Projektes „Inklusion vor Ort“, das den Landkreis Sankt Wendel inklusiver gestalten und für das Thema Inklusion sensibilisieren soll.

Udo Recktenwald, Landrat des Landkreises Sankt Wendel: „Die Stärkung der Teilhabe aller Menschen, mit und ohne Behinderung, und somit der Abbau von Benachteiligungen aller Art gehört zu den wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben unserer Zeit. Inklusion bedeutet Gleichberechtigung, Mitgestaltung, Inklusion fördert Lebensqualität, Vielfalt und Toleranz, sie stärkt die Beteiligung am demokratischen Gemeinwesen. In unserem Landkreis wird der Inklusionsgedanke dank zahlreicher Akteure Tag für Tag gelebt. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir als Landkreis auch mit dem Projekt ‚Inklusion vor Ort‘ gemeinsam mit unserem Partner, der Lebenshilfe St. Wendel, den Inklusionsgedanken in unserer Heimat noch stärker forcieren, uns gemeinsam noch intensiver für Gleichberechtigung und Teilhabe einsetzen und alle Akteure noch besser vernetzen.“

Das Projekt „Inklusion vor Ort“ startete am 1. April 2025 im Landkreis Sankt und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Das saarländische Sozialministerium fördert den Landkreis jährlich mit 100.000 Euro. Projektpartner des Landkreises ist die Lebenshilfe St. Wendel, die von der Aktion Mensch mit jährlich 100.000 Euro gefördert wird.

Peter Schön, Geschäftsführer der Lebenshilfe St. Wendel: „Inklusion gelingt dann, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam Ideen entwickeln und konkret vor Ort etwas verändern. Genau das wollen wir mit dem Netzwerk Inklusion vor Ort im Landkreis St. Wendel erreichen. Es geht darum, Barrieren zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu finden – für ein Miteinander, das von Respekt, Vielfalt und echter Teilhabe geprägt ist.“

Das Projekt „Inklusion vor Ort“ gliedert sich in die partizipative Planungs- und Entwicklungsphase, Umsetzungs- und Durchführungsphase sowie die Verstetigungsphase. Aktuell ist zunächst eine Analyse des lokalen Bestandes und Bedarfes in einem Sozialraum, z.B. in einer Gemeinde oder in einem Ortsteil, vorgesehen.

Organisatorisch besteht das Projekt aus einer Steuerungsgruppe, die für das operative Geschäft zuständig ist, einer Lenkungsgruppe als Entscheidungsgremium sowie dem Netzwerk. Diesem sollen alle angehören, die am Projekt mitarbeiten. Dabei ist es ein offenes Netzwerk, in dem eine zeitlich begrenzte Mitgliedschaft ebenfalls möglich ist.

Das Netzwerk wird sich verschiedene Themenbereiche vornehmen, deren nachhaltige Betrachtung es kontinuierlich vorantreibt und die notwendigen Partner und Akteure zusammenbringt, um lokale und regionale Lösungen zu schaffen. Im Fokus der Betrachtung können z.B. die Themen Sport, Wohnen, Freizeitaktivitäten, Kultur, Mobilität, Barrierefreiheit, Bildung, Arbeit stehen.

Partizipation und Teilhabe der Betroffenen sind wesentliches Kriterium des Inklusions-Netzwerkes. Zielgruppe sind Menschen mit Behinderung und Menschen, die durch Beeinträchtigungen unterschiedlichster Art ihr Leben nicht eigenständig gestalten bzw. am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben können.

Netzwerkkoordinatoren:

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